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Hör auf auf es allen Recht zu machen!

By Linda  •  12 Jul 2016 at 18:19  •  Blog

Hör auf es allen Recht zu machen.

Fang an zu Leben!

Dieser Artikel handelt von Selbstwertgefühl und was es mit uns macht, wenn wir vergessen wer wir sind.

Vor kurzem hatte ich eine Unterhaltung und erfuhr von einem mir bis dahin unbekannten Mann, dass er vor 6 Monaten einen Herzinfarkt hatte. Ich wollte wissen, ob er seitdem ein bisschen kürzer treten könne, um zu genesen.

Seine Reaktion machte mich total betroffen, zum einen weil ich mich darin wieder erkannte und zum anderen, weil sie für ihn selbst so aussichtslos schien. Ich hatte nie einen Herzinfarkt – dreimal auf Holz geklopft. Aber ich habe selbst schon bis zum Ausbrennen gearbeitet und weiss, wie es sich anfühlt nicht mehr zu wissen wer Du bist und keinen Ausweg mehr zu sehen.

Er arbeitet immer noch Vollzeit, weil sein Arbeitgeber niemand neues einstellen will. Er fühlt den Druck, sein Arbeitspensum nicht reduzieren zu können, weil er gefragt wird wann er endlich wieder voll einsatzfähig ist. Funktionieren ist alles was zählt. Wenn es sein muss, bis zum umfallen.

Auf meine Frage, ob seinem Chef (und ihm selbst) klar sei, dass er eventuell bald gar nicht mehr arbeiten kann, wenn er sich weiter ausbrennt, entgegnete er: „Dann stellen sie halt jemand anders ein. Es gibt genug fähige Leute, junge Leute, ich bin jetzt über 50 und ich brauche das Geld.“

Amen.

Ich stellte mir vor, wie sein Vorgesetzter ihm genau das sagt. Er, nennen wir ihn Klaus, sitzt im Büro seines Chefs. Klaus geht es beschissen. Klaus spürt ganz genau er sollte für sich einstehen. Klaus weiss genau was er braucht. Und er würde es sich auch genau jetzt holen, wenn…… ja wenn da nicht dieser Klos im Hals wäre.

 

Wir alle kennen sie, die Angst.

 

Und gerade in unseren Jobs wird sie leider viel zu oft gegen uns benutzt. Das ist die eine Seite der Medallie. Eine andere ist, so viel von unserer Power an andere abzugeben bis nichts mehr von uns übrig ist. Wir geben unser Bestes – doch für Wen? Für Was? Für uns selbst? Für unser eigenes Wohlbefinden? Für unsere eigenen Träume? Viel zu häufig ist die Antwort Nein. Viel zu häufig stellen wir uns diese Fragen überhaupt nicht mehr. Doch das sollten wir, dringend sogar.

 

Die Frage nach dem Sinn.

 

Dort fängt alles an. Bei der Frage wirds so richtig roh und knackig. Wofür stehst Du jeden morgen auf? Was ist der Sinn in Deinem Leben? Was gibt Dir Energie, lässt Dich so richtig aufblühen. Die Zeit vergessen.

Was hat das mit Angst zu tun?

Ne ganze Menge. Wenn Du anfängst Dir diese Fragen zu stellen, kriegst Du irgendwann Antworten. Vielleicht kriegst Du sie sofort, vielleicht dauert es ein bisschen, vielleicht weisst Du es auch schon haargenau. Und sie sind Dein Schlüssel.

Stell Dir Dich selbst in Klaus Situation vor. Vielleicht kennst Du sie ja sogar. Aber Du hast Dir die Frage nach dem Sinn gestellt. Was auch immer es ist, es wird Dir den nötigen Funken geben um für Dich selbst einzustehen. Denn, in diesem Job bist Du vielleicht ersetzbar, aber an anderer Stelle wirst Du 100%ig gebraucht. Du fängst an wirklich zu begreifen das Du einzigartig und unglaublich wertvoll für diese Welt bist.

 

Lass Deine Angst den Lehrer sein.

 

Du kriegst die Kraft Dich Deinen Ängsten zu stellen. Wegducken ist keine Option mehr. Weglaufen macht Dich müde. Irgendwann hast Du einfach keinen Bock mehr, immer die Arschkarte zu ziehen. Du bist für was viel Wesentlicheres hier. Die Angst zeigt Dir Deine Baustellen. Du musst ja nicht sofort Deinem Chef direkt ins Gesicht sagen was Du eigentlich von ihm hältst. Aber tu zwei Dinge: Frag Dich immer, immer wieder: Was will ich für mich? Und dann tu es einfach. Komm jeden Tag ein Stück mehr aus Deiner Komfortzone raus.

Niemand anders tut es für Dich. Niemand anders weiss, was Du brauchst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lass Dich inspirieren. Lerne, wieder in Dich hinein zu spüren.

 

Es ist ganz egal wonach dein Herz sich sehnt. Malen. Nähen. Bewegung. Kochen. Nimm Dir die Zeit dafür. Mach es einfach. Tu das, was sich für Dich richtig gut anfühlt. Viel zu oft wird uns eingetrichtert wir müssen es uns verdienen uns gut zu fühlen. Aussergewöhnliche Leistungen vollbringen. Wir haben den Lolli nur gekriegt, wenn wir gute Noten hatten. Wenn wir artig waren. Angepasst an das, was andere von uns erwarten. Und haben verlernt unseren guten Gefühlen zu folgen.

 

Tipp: Stefan Hienes Aufwachmedizin Der Typ ist super!

 

Yaay! oder Nay!

 

Eigentlich wäre es so einfach unserer inneren Stimme zu folgen, wenn wir nicht immer wieder an unseren eigenen Grenzen scheitern würden. „Das darf man doch nicht“ oder „Das kann ich doch nicht machen“. Kommt Dir bekannt vor? Mir zu 1000%.

Anstatt unserer eigenen Vision zu folgen, verbiegen wir uns nach längst überholten Glaubenssätzen – und merken es meist nicht einmal.

Wir denken den ganzen Tag, führen Monologe mit uns selbst. Das kann man nicht abschalten, und das muss man auch gar nicht. Aber anfangen zu lauschen. Sich selbst. Diese Monologe bringen uns in Klaus Situation. Klaus denkt, er hat keine andere Möglichkeit. Sein Denken sind seine Scheuklappen.

Das tragische ist, das wir oft gar nicht mehr wissen was wir uns den ganzen Tag selbst erzählen.

 

Doch wenn wir anfangen uns bewusst zu lauschen nehmen wir wieder Kontakt mit unserem wahren und echten Selbst auf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dein Gefühl ist Dein Kompass. Egal in welcher Situation Du Dich befindest, wenn Du diesen Knoten fühlst – im Hals, im Bauch, wo auch immer – halt einen Moment inne und lausche Dir. Du wirst sehr schnell feststellen ob Deine Angst begründet ist. Ob Du in Lebensgefahr bist. Oder ob Du gerade an eine Deiner eigenen Grenzen stösst.

Manchmal wirst Du noch nicht die Kraft oder den Mut haben sie zu überschreiten. Und das ist voll ok. Denn wenn Du es tust, kann es tatsächlich ungemütlich werden. Anderen Menschen kann es tatsächlich nicht gefallen. Du kannst verlieren, verletzt werden oder Dich blamieren. Aber: wenn Du es tust, wirst Du es überleben. Und das ist dann ein unglaublich gutes Gefühl. Diese tiefe innere Freude es getan und überlebt zu haben.  Du hast Dich so richtig, richtig dreckig gemacht, bist durch den Matsch gekrochen, Dir die Knie ramponiert aber am Ende stehst Du mit dem fettesten Grinsen im Ziel.

Vielleicht lieben deshalb Menschen Spiele wie den Strongmanrun.

Sie spüren das Leben.

 

Sei Dein eigener Strongman. Deine eigene Heldin, und fang an Dich dreckig zu machen.

 

Ich wünsche mir von ganzem Herzen für Klaus, dass er die Kraft und den Mut findet für sich einzustehen.

Ich wünsche es mir für Dich.

 

In welchem Bereich Deines Lebens zögerst Du noch? Wovor hast Du Angst? Oder bist Du vielleicht schon aufgestanden, hast Deinen Ängsten den Mittelfinger gezeigt und bist mit einem herzhaften Fuck it! über den Zaun gesprungen?

 

Schreibe einen Kommentar. Inspiriere uns!

 

Danke.

 

Lots of Love, Linda

 

P.S.: Hast Du Dir schon Dein Ebook geholt? Ich schenke es Dir! Klicke hier.

 

 

 

P.P.S: Hier findest Du die Zeilen die mich vor 2 Jahren so tief berührten, dass ich endlich den Mut fand von der Couch aufzustehen und wieder zu leben.

 

Sie sind aus dem Buch Seelengevögelt von Veit Lindau, für das ich so, so dankbar bin.

Wenn Du über diesen Link bestellst (auf das Bild klicken) verdiene ich ein wenig mit. Darüber freue ich mich natürlich ganz doll! Thanks a million 🙂

 

 

Beitragsbild: pixabay.com

 

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7 Comments
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  2. Liebe Linda,

    ich habe am WE meine Abschlussprüfung. Ich habe 5,5 Jahre Theaterpädagogik studiert und immer wieder war Angst und zu sich Selbst finden Thema für mich. Deswegen hat meine Hausarbeit dieses Thema, welches ich am WE verteidigen muss! Dein Beitrag ist so treffend und aufschlussreich für mich und wird mir bei meiner Prüfung nochmal neuen Input geben!
    Vielen Dank! Mach weiter so!!

    In Liebe

    Sabrina

    • Liebe Sabrina
      Wooow, ich fühle mich wahnsinnig geehrt Dir für diesen so so so wichtigen Tag noch etwas mitgegeben zu haben! Hau sie um! 😉 Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg und Kraft für Deine Prüfung und alle Projekte die noch kommen werden. Big Hug, 1000 Kisses! Lots of Love Linda

  3. Liebe Linda,

    Du hast so Recht, ich kenne es nur zu gut. Auch habe lange gewartet, aber zum Glück nicht bis zum Herzinfarkt!
    Ich bin nun 42 und jetzt heisst es, dass Leben endlich in die Hand nehmen und leben.
    Noch einmal etwas ganz Verrücktes machen, was mich spüren lässt, dass da noch mehr ist – viel mehr….
    LG Amina

    • Hallo liebe Amina! Praise the Lord hast Du nicht so lange gewartet! Und 1000 Dank für Deinen Kommentar! Ja wir haben sooo viel mehr drauf, und es macht mich wahnsinnig glücklich zu sehen wie viele andere endlich richtig abrocken wollen. Plus: Du bist nie, nie, niieemals zu „alt“ um Dich zu verändern. Lots of Love Linda

  4. Wow! Danke, geliebte Linda!

    • Danke lieber Stefan! Dein Kommentar hat mich absolut unerwartet und direkt in die Bauchmitte getroffen 🙂 Rock on!

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